Viele Geschäftsführungen in der Logistik bekommen jeden Monat Dutzende Zahlen – und haben trotzdem kein klares Bild. Fünf Kennzahlen reichen für den Anfang, wenn sie sauber definiert und regelmäßig besprochen werden.
1. Kosten je Auftrag bzw. Sendung
Die wichtigste Steuerungsgröße überhaupt: Was kostet ein abgewickelter Auftrag – aufgeteilt nach Personal, Fläche, Material und Transport? Erst diese Zahl macht Preise, Kunden und Prozesse vergleichbar.
2. Produktivität pro Stunde
Positionen, Pakete oder Paletten je produktiver Stunde – getrennt nach Wareneingang, Kommissionierung und Versand. So erkennen Sie, wo Zeit verloren geht und ob der Personaleinsatz zum Volumen passt.
3. Liefertreue und Fehlerquote
Pünktlich, vollständig, fehlerfrei: Der Anteil perfekter Aufträge zeigt die Qualität aus Kundensicht. Jede Falschlieferung verursacht Folgekosten in Retoure, Neuversand und Kundenservice.
4. Bestandsreichweite und gebundenes Kapital
Wie viele Tage reicht der Bestand – und wie viel Liquidität steckt darin? Gerade bei wachsenden Unternehmen ist das Lager oft die größte versteckte Kapitalbindung.
5. Frachtkosten im Verhältnis zum Umsatz
Transportkosten sind häufig der größte variable Kostenblock. Wer sie je Sendung, je Kilogramm und im Verhältnis zum Umsatz verfolgt, erkennt Zuschläge, Fehlsteuerungen und Verhandlungsspielraum frühzeitig.
Weniger ist mehr – aber regelmäßig
Entscheidend ist nicht die Zahl der Kennzahlen, sondern ein fester Rhythmus: Einmal im Monat dieselben Zahlen, dieselbe Definition, dieselbe Runde – mit klaren Maßnahmen und Verantwortlichen. Genau dafür ist das Management Review gedacht.
Sie möchten wissen, wie Ihre Kennzahlen aufgestellt sind? Sprechen Sie mich an – das Erstgespräch ist kostenlos.